In kleinen Schritten auf eine große Veränderung zugehen…

Fragen über Fragen

In den letzten Wochen waren wir damit beschäftigt, viele verschiedene Fragen zu klären, die mit unserem Bauvorhaben zusammenhängen. Man kann sich gar nicht vorstellen, was es alles zu klären gibt und mein Mann und ich ahnen und befürchten nur, dass die eigentlichen Fragen sich dann ergeben werden, wenn der Bau begonnen hat und die Fragen bisher nur seichte Aufwärmübungen sind…

Durch die Sommerferien waren über mehere Wochen immer wieder verschiedene Ansprechpartner nicht erreichbar (was ja wunderbar ist, sie sollen sich gut erholen). Da waren wir froh, dass Herr Korndorff die ganze Zeit über den Prozess begleitet hat und uns auch immer wieder beruhigt hat. Nun haben wir die auf das Grundstück bezogenen Fragen weitgehend geklärt (u.a. Kosten für Verlegung einer Stromleitung, die über das Grundstück führt, Kosten für eine Zisterne, die wir laut Bebaungsplan errichten müssen, besondere Vorgehensweisen zwecks eines nahegelegenenen Vogelschutzgebiets usw.).  Das hatte ich auch schon im letzten Eintrag angedeutet.

Was kostet unser Bien Zenker aus wirklich?

Neben den Grunstücksfragen war eine wichtige Frage für uns, was unser Bien Zenker aus wirklich kostet, so wie wir es jetzt wollen. Wir hatten ja einen Werkvertrag mit Bien Zenker unterschrieben und diesem Vertrag liegt ein Haus in der Ausstattung x zum Preis y zugrunde. Wie wir aber geschrieben haben, wollten wir dann einige Änderungen (größeres Baufenster, zusätzliche Gäste WC, Außentreppe, Ausbau des Kellers zu einer Wohnung, da Hanglage und somit Souterrain usw.). Nachdem Herr Korndorff uns dann einen neuen Preis genannt hatte, war für uns sofort klar, dass das Haus so zu teuer für uns werden würde.

Also mussten wir nun überlegen: Was wollen wir? Auf was können wir verzichten? Spannend war z.B., dass der Balkon teurer war als die Vergrößerung des Hauses um 1m. Da war für uns gleich klar, dass man den Balkon auch später machen kann, aber eine Hausvergrößerung nicht. Also fiel der Balkon dem Kostencut zum Opfer. Ebenso musste die schöne Idee der Außentreppe begraben werden. Der Nutzen und der Preis stehen für uns in keinem Verhältnis, wenngleich der Preis mit Sicherheit gerechtfertigt ist (man muss ja dann – wie auch beim Balkon – ein Fundament bauen usw.). Nach langem Hin- und Her und verschiedenen kleinen Veränderungen  kamen wir dann irgendwann bei einer Zahl raus, die gerade noch so für unser Budget machbar ist. Damit ist die Schmerzensgrenze erreicht, aber wir bewältigen es noch…

Viel Haus für einen fairen Preis

Wir finden, dass wir nun viel Haus für einen fairen Preis haben. Natürlich wird das ganze Projekt ziemlich teuer, aber knapp 300qm Wohnfläche kosten einfach auch. Wir hoffen, dass die von Bien Zenker geschätzten Baunebenkosten nicht überschritten werden werden – und dass wir vor größeren Katastrophen verschont bleiben (-: Das hofft wohl jede Baufamilie!

Ein tolles Extra am Ende

Besonders freuen wir uns auf ein Extra, das vor allem unsere Söhne jubilieren lässt: Unser Haus wird als Smart Home ausgestattet und wir werden dort mit den Produkten der Firma Loxone u.a. Licht und Belüftung regeln können. Davon träumen unsere Kinder schon lange! Mein Mann hat sich nun schon sehr gut eingelesen und er wird irgendwann bestimmt etwas dazu schreiben. Aber das ist wirklich faszinierend, was damit machbar ist (u.a. Simulation von Lichtverhalten, wenn man verreist ist).

Und schließlich auch ein Notartermin

Schließlich noch ein wichtiger Meilenstein: Wir haben nun einen Notartermin zum Kauf des Grundstücks! In 3 Wochen soll dieser sein. Wir sind sehr aufgeregt und merken, dass nun alles wirklich immer konkreter wird.

Immer noch Änderungen am Haus

(Mindestens) wöchentlich fallen uns neue Änderungen ein, die wir am Haus vornehmen wollen. Herr Korndorff berät uns dann immer, was möglich ist und wir sind so froh, dass er so ein kompetenter (und geduldiger) Ansprechpartner ist. Allerdings werden wir diese Änderungen dann final mit dem Architekten besprechen und vollziehen. Was wir ändern wollen und warum, werden wir demnächst nochmal schreiben.

Große Vorfreude

Wir alle freuen uns auf jeden Fall sehr auf das neue Zuhause. Es ist verrückt sich vorzustellen, dass wir in einem Jahr schon dort wohnen werden!

Baunebenkosten und Extras

Grundstückbesichtung mit Bien Zenker

Diese Woche waren wir mit Herrn Korndorff von Bien Zenker und dem Architekten von Bien Zenker auf dem Grundstück, welches wir kaufen wollen. Ziel war es, die Baunebenkosten besser abschätzen zu können und zu prüfen, ob das Grundstück mit einem Bien Zenker Haus bebaubar ist.

Herr Korndorff besichtigt das Grundstück mit uns

Baunebenkosten – eine Blackbox?

Wir möchten u.a. ein Fertighaus bauen, weil wir davon ausgehen, dass die Kosten damit kalkulierbar(er) sind und man nicht am Ende viele Überraschungen erlebt (wobei ich dazu auch schon andere Sachen gelesen habe, wir dürfen gespannt sein, ob bei Bien Zenker tatsächlich alles drin ist, wie uns versprochen wurde…).

Aber selbst beim Fertighaus fallen Baunebenkosten an und diese werden auch (zumindest so wie ich das verstanden habe) direkt vom Bauherrn und der Bauherrin mit den jeweiligen Unternehmen abgerechnet. Damit sind sie im Vorfeld natürlich schwieriger zu kalkulieren.

Zur Planung (und auch für die Finanzierungsanfrage bei der Bank) ist es dennoch wichtig, die Baunebenkosten ungefähr einschätzen zu können. Denn schnell können diese sich verdoppeln oder sogar noch mehr, wenn das Grundstück nicht eine flache Wiese mit perfektem Boden ist. Daher baten wir Herrn Korndorff, mit uns zu unserem Grundstück zu fahren und seine Einschätzung zu den Baunebenkosten abzugeben. Freundlicher Weise hat er das auch gemacht!

Unsere Befürchtung der Blackbox wurde aber leider bestätigt. Während wir idealistisch von bis zu 55.000€ ausgingen, werden die Kosten vermutlich mindestens um 20.000€ darüber liegen (und hoffentlich nicht mehr), da man teilweise den Hang absichern muss und dafür – was ein toller Vorschlag  von Herrn Korndorff war – Findlinge am Hang platzieren könnte. Findlinge sind riesige Natursteine.

Außerdem muss Erde angefahren werden, das Grundstück muss gerodet werden, eine Stromleitung, die über das Grundstück läuft muss versetzt werden und wenn wir Pech haben, muss auch noch mehr für die Wasserleitungen gemacht werden, als wir dachten. Ihr seht, da steigen die Kosten und bei einem ohnehin eng kalkulierten Projekt kann das gleich mal ein paar schlaflose Nächte verursachen….

Die gute Nachricht

Die gute Nachricht ist, dass das Grundstück auf jeden Fall gut bebaubar ist, auch wenn man ein bisschen improvisieren wird müssen. Aber uns scheint, dass Bien Zenker damit Erfahrung hat. Herr Korndorff hat von engen Straßen erzählt, in denen ein Traktor die Hausteile im Anhänger  zum Grundstück fuhr oder von einem Kran, der mit einem extra langen Arm ein Haus über zwei andere Häuser hinweg erbauen konnte.

Für Leute wir wir, die davon keine Ahnung haben, klingt das alles sehr abenteuerlich. Wir sind gespannt, wie dann der tatsächliche Bau ablaufen wird…

Noch viele offene Fragen

Bis dahin müssen wir aber noch viele offenen Fragen klären. U.a. haben wir uns ja so schön Gedanken zum Grundriss gemacht und einige Änderungen vorgeschlagen. Diese würden nun aber  unser Budget sprengen und jetzt müssen wir priorisieren, was welches Extra kostet und auf was wir verzichten können, wenn es denn sein muss. Daher warten wir gerade noch auf eine grobe Schätzung von Herrn Korndorff, was die jeweiligen Extras kosten, damit wir „in uns gehen können“ und abwägen können, was wir auf jeden Fall behalten wollen und was nicht. Wir sind uns sicher, dass wir  – wenn wir die ungefähren Preise kennen  – auch eher beurteilen können, ob dies oder das wirklich so wichtig ist oder vielleicht auch nicht. Z.B.: Hat man lieber ein Haus, das 1 m tiefer ist oder lieber einen Balkon im OG? Oder: Können wir uns wirklich zwei Gästetoiletten leisten? Oder sind sie doch zu teuer?

Es gibt noch einige Fragen mehr zu klären –  aber davon ein anderes Mal.

Hoffentlich bald Gewissheit

Auch wenn wir ganz sicher auf diesem Grundstück  mit Bien Zenker bauen wollen, wissen wir, dass vor Unterzeichnung der ganzen Verträge (Kaufvertrag, Kreditvertrag usw.). noch nichts final ist. Das ist ein bisschen zermürbend, weil wir gerade vielen Sachen und Fragen bei 10000 verschiedenen Leuten hinterherrennen und die Antworten (gerade in der aktuellen Sommerpause) oft gar nicht oder nur nach mehrmaligem Nachfragen an uns getragen werden. Somit hoffen wir, dass wir bald Gewissheit haben und dass all die netten Menschen, die wir gerade immer wieder beanspruchen, uns bald die nötigen Informationen liefern, so dass wir „den Sack bald zumachen“ können. Damit meine ich, dass wir bald beim Notar sitzen und dann wissen: Jetzt ist es sicher!

Bis wir wirklich in dem Haus wohnen werden, werden wir vermutlich noch viele Male ein bisschen überfordert sein, aber wir freuen uns jetzt schon auf das, was dann kommt!