Die Sache mit der Grunderwerbsteuer – 20.000 € sparen?

Ein Hausbau bringt hohe Kosten mit sich. Sei es Massiv- oder Fertighaus, Grunderwerbsteuer muss man in beiden Fällen bezahlen. Die wesentliche Frage ist jedoch, wieviel Grunderwerbsteuer man bezahlen muss. Ich möchte nun nicht genau auf die Steuersätze in den einzelnen Bundesländern eingehen. Seitdem dies Sache der Länder ist, wurden sie in fast jedem Bundesland erhöht und bei uns in Baden-Württemberg liegen sie aktuell bei 5%. Kaufe ich eine Bestandimmobilie, muss ich an den Staat also 5% Grunderwerbssteuer entrichten. Doch wie stellt sich das Ganze dar, wenn ich baue?

Grundstück und Fertighaus von einem Anbieter

Ich möchte in zwei Fälle unterscheiden: Kauft man das Grundstück quasi über den Anbieter des Fertighauses, ist die Rechtslage klar. Dann muss ich sowohl für das Grundstück als auch für das Fertighaus Grunderwerbsteuer entrichten. Selbst wenn der Grundstückseigentümer nicht identisch mit dem Fertighausherstellen ist, geht das Finanzamt oft von einem einheitlichen Vertragswerk aus und man muss die volle Grunderwerbsteuer entrichten. Ich habe gerade mit unserem hiesigen Finanzamt und der dort zuständigen Grundstückswertstelle telefoniert. Die wesentliche Frage ist also, ob ich vom Grundstücksverkäufer verpflichtet werde, mit einem bestimmten Fertighaushersteller zu bauen? Ist dies der Fall, so liegt ein einheitliches Vertragswerk vor.

Grundstückskauf und Wahl des Herstellers für das Fertighaus getrennt

Kaufe ich das Grundstück zuerst und bin in meiner Wahl für einen Fertighaushersteller frei, so handelt es sich um zwei rechtlich unterschiedliche Geschäfte, zwischen denen kein Zusammenhang besteht. In diesem Fall muss ich die Grunderwerbsteuer nur für das Grundstück und nicht für das Fertighaus bezahlen. So lassen sich schnell 20.000 € und mehr einsparen. Es lohnt sich als genauer hinzuschauen und auch mit dem Verkäufer des Grundstücks nochmal ins Gespräch zu gehen, ob denn eine rechtlich bindende Vereinbarung besteht oder nicht. Dazu bin ich bei unserem Hausbauprojekt noch in Klärung mit der Wohnungsbaugenossenschaft Ökogeno. Sobald ich hier mehr weiß, trage ich die hier nach.

Finanzierung: Finanzielle Förderung – Z15 Darlehen L-Bank

Heute geht es mal wieder mehr um Zahlen und die Finanzierung unseres Bien-Zenker Fertighauses. Ich hatte vorher natürlich keine Erfahrung, was die Immobilienfinanzierung betrifft und musste mir so mein Know-How selbst aneignen bzw. auf Experten zurückgreifen.

Banken verdienen mit Krediten Geld – Daher wollen Sie Kredite vergeben

Bestimmt hat jeder von euch schon Flyer zu Verbraucherkrediten (5.000 -10.000€) im Briefkasten gehabt und kennt Fernsehwerbung, in der mit einfacher Kreditvergabe geworben wird (ich habe da immer den Smava-Jingle im Kopf). Wir sehen also, Banken versuchen ihre Produkte an den Mann und die Frau zu bringen. Dass wir Geld von Ihnen bekommen ist keine Nettigkeit, sondern Teil des Geschäftsmodells. Das sollte man im Hinterkopf haben und die verschiedenen Angebote auf dem Markt genau vergleichen. Hilfreich können dabei Vermittler sein. Wichtig ist nur, dass das Ziel der optimalen Finanzierung (optimal ist sehr unterschiedlich: günstigster Zins / niedrige Annuität / viel Förderung) im Fokus stehen sollte und nicht die höchste Provision für den Vermittler. Mit der Interhyp habe ich in der Vergangenheit sehr positive Erfahrungen gemacht. Sie haben mich auch auf die Förderprogramme der Landesbanken aufmerksam gemacht.

Ohne Moos nichts los – das gilt auch beim Fertighaus

Durch Förderung der L-Bank den besten Immobilienkredit erhalten

In einem Newsletter der Interhyp habe ich überhaupt das erste Mal von Fördermöglichkeiten der Landesbanken gehört. Die KfW-Wohnbauprogramme kannte ich bereits und wir hatten ja eigentlich auch vor über die Energieeffizienz hier eine Förderung zu erhalten. Dann bin ich aber auf das Z15-Darlehen der L-Bank gestoßen. Hier die Eckdaten im Überblick:

Förderung für:

  • Familien mit Kindern
  • Basisförderung v. 200.000€ (+ mehr mit mehr Kindern)
  • Zinssatz 0,5 %
  • Sollzinsbindung: 15 Jahre
  • Einkommensgrenze 65.000 €
  • Belastungsgrenze (was im Monat an Tilgung zumutbar ist)
  • Weitere Förderungen (Energieeffizienz, Barrierefreiheit, etc.) und Finanzierung möglich
  • 15% Eigenkapital wobei 8,5% reichen, wenn der Rest über Eigenmittel / oder einen Direktzuschuss (der L-Bank, der den Kredit aber verringert) finanziert wird

Ich kann jedem nur empfehlen, sich direkt auf der Seite umzuschauen. Dort ist alles sehr übersichtlich und ausführlich erklärt. Man wird aber bei den Landratsämtern auch sehr gut beraten. Ich hatte hier bereits zwei sehr ausführliche Telefonate mit dem zuständigen Mitarbeiter und war sehr zufrieden.

Das Wichtigste: Das Eigenkapital

Oft steht und fällt vieles mit dem Eigenkapital. Wir haben aktuell ca. 20.000 € verfügbar und bis Baubeginn können wir weitere 20.000 € ansparen (Achtung – Zwischenfinanzierung für Zeitraum zwischen Antragsstellung und Baubeginn möglich und sinnvoll – z.b. über Schenkungsabsicht mit Nachweis der finanziellen Liquidität von Angehörigen). Also haben wir in etwa 40.000€ in Cash und dann wollen wir über Eigenleistung weitere ca. 30.000€ einbringen. Somit hätten wir die Quote von 15% fast erfüllt. Man kann jedoch auch einen Zuschuss der L-Bank erhalten. Diesen Zuschuss muss man dann jedoch mit einem Umrechnungsfaktor (derzeit 5,36) multiplizieren und um die daraus resultierende Summe verringert sich dann das Darlehen. 100.000€ müssen als Darlehenssumme jedoch bestehen bleiben, wenn man von der Ergänzungsfinanzierung Gebrauch machen möchte.

Der Ergänzungsfinanzierung widme ich bald jedoch einen eigenen Blog-Artikel, denn das ist ein Thema für sich.

Die Finanzierung im Überblick:

  • Eigenkapital Cash: 40.000 €
  • Eigenleistung: unklar zw. 20.000-40.000 € ???
  • Basisförderung Z15: 200.000 €
  • Ergänzungsdarlehen: 240.000 €
    • Zinssatz je nach Sollzinsbindung derzeit ca. 1,5-2,5%

Insgesamt ergibt sich so eine sehr attraktive Finanzierung und wir können die bestehenden Förderungen voll ausnutzen. Ob ich nach der Antragsstellung auch noch so positiv gestimmt bin, lasse ich euch dann wissen.

Das erste konkrete Preisangebot für unser Bien-Zenker Fertighaus

Gestern war es soweit: Die Zahlen kamen auf den Tisch und wir erhielten den genauen Preis für unser Fertighaus von Bien-Zenker. Ehrlich gesagt konnten wir es kaum erwarten genaue Zahlen von Frau B. zu erhalten. Daher hatte ich sie am Montag bereits angerufen und nach dem aktuellen Stand gefragt. Frau B. hatte die Planung an die Bien-Zenker Zentrale nach Schlüchtern gegeben, wo die Kalkulation der Häuser vorgenommen wird. Diese kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen und so mussten wir uns seit unserem letzten Termin etwas gedulden. Das war für uns aber gar nicht schlecht, denn so kann man nochmals hin und her überlegen. Ist das Fertighaus wirklich die richtige und für uns passende Lösung? Bekommen wir das mit der Finanzierung hin oder übernehmen wir uns vielleicht doch?

Termin bei uns zu Hause – Gut für unsere Kleine

Was ich sehr positiv fand war, dass Frau B. zu uns nach Hause gekommen ist. Madita konnte so schlafen und wir konnten in Ruhe die Zahlen besprechen. Zwar wurde die Kleine schnell wach, doch zu Hause kann man sie dann doch einfach besser beschäftigen und muss sich nicht darum sorgen, dass sie an Schränke geht, an die sie eigentlich nicht soll.

Endlich bekommen wir einen Preis für unser Fertighaus.

Zur Sache Schätzchen – Klare Kalkulation

Wir hatten bereits bei den ersten Terminen erste Zahlen von Frau B. genannt bekommen. Nun wurde es konkreter und nun gab es Zahlen konkret für unser Haus. Dabei wurden Sonderwünsche von uns berücksichtigt. Von den Fenstern (bei uns wurden in der Kalkulation Rollläden berücksichtigt. Ich habe im Internet oft gelesen, dass diese rausgelassen wurden) bis hin zum Übereck-Erker oder dem zusätzlichen Kinderbad im Obergeschoss war alles geplant und bepreist. Jeder Posten wurde uns erläutert. Das hat mir sehr gut gefallen. Hätten wir uns für ein Ausbauhaus entschieden, wären wir bei 170.000 € rausgekommen. Als Grundlage zur Planung diente das Celebration 150 und wurde dann nach unseren Vorstellungen angepasst. Da für uns jedoch klar ist, dass wir kein Ausbauhaus wollen, ging es gleich weiter und Frau Busch erläuterte die Posten, die zur nächsten Ausbaustufe gehörte – Zum Ausbau Fertig (ZAF). Dies ist für uns die wahrscheinlichste Variante. Wir können dann mit lokalen Handwerken den Innenausbau verhandeln und Eigenleistung erbringen. Wir haben uns schon überlegt, evtl. selbst zu verspachteln und Böden zu verlegen. So können wir unser Eigenkapital aufbessern, was für die Finanzierung wichtig sein wird.

Nachträgliche Änderung mindern den Kaufpreis

Wir haben die letzten Wochen schwer mit der Entscheidung getragen, ob ein Bauvorhaben mit einem Volumen v. Gesamt 500 t€ wirklich das Richtige für uns ist. Schwankend haben wir an manchen Tagen eher dagegen und zwei Tage später wieder dazu tendiert. Es ist viel Geld und eine Entscheidung, die das ganze Leben beeinflusst. Daher hatten meine Frau und ich bereits überlegt, wie sich Geld einsparen ließe. Folgende Punkte haben wir uns dazu überlegt:

  • Rolläden benutzen wir in unserer aktuellen Wohnung kaum, daher würden wir diese nur in den Schlafzimmern gebrauchen. Nach Rücksprache mit Frau B. mögliches Einsparpotenzial: 5.000 € +
  • Fenster: Wo wollen / brauchen wir welche Fenster. In der Speisekammer keines aber dafür zwei Dachfenster, die das Obergeschoss lichtdurchfluten.
  • Drittes Kinderzimmer vs. Kinderbad: Die wichtigste Frage (noch immer nicht entschieden) – wollen wir ein drittes Kinderzimmer oder doch lieber das Kinderbad? Hier ließe sich auf jeden Fall nochmals 7.000-10.000 €sparen.

All diese Punkte konnten wir ausführlich ansprechen und Frau B. passte die Planung vor Ort an. So konnten die neuen Posten im Planungsprogramm direkt visualisiert werde und wir hatten eine Vorstellung davon. Je nachdem wieviel man hier ändert, mindert dies den Kaufpreis oder erhöht ihn. Wir rechnen damit, dass eine leichte Reduzierung aus den Änderungen erzielt werden kann.

Nach Info von Frau B. sind Änderungen auch nach Vertragsschluss ohne Probleme möglich. Das war uns sehr wichtig, denn oft verändern sich die Vorstellungen noch und man hat noch Ideen, die man verwirklichen möchte.

Sondernachlässe und Aktionen von Bien-Zenker

Natürlich soll jeder potenzielle Kunde geködert werden. Das funktioniert (ich weiß es noch vom Studium) am Effektivsten über die Preisschraube. Kein Marketing ist erfolgreicher als das Preismarketing. Also wurden uns attraktive Aktionen wie z.B. die Wohlfühlheizung, die es derzeit quasi als kostenloses Upgrade hinzugibt, gezeigt. Das Beste: Auf die Bauteile würde man momentan 19% bekommen und von der Endsumme würde auch noch 2-4% abgezogen werden. Aber das alles nur mit einer Gültigkeit bis Ende Mai. Wenn ihr mich fragt, wird es immer Aktionen geben, von denen man profitiert. Mal variieren diese und lassen größere Rabatte zu. Doch von der Angst einen Rabatt zu verpassen, sollte man sich nicht leiten lassen. Schließlich ist es eine wichtige Entscheidung

Wie es im Bautagebuch nun weitergeht

Jetzt warten wir auf eine Nachricht v. Frau B. die einige offene Punkte beinhaltet. Auch die Kalkulation erhalten wir dann nochmal schwarz auf weiß und dann wird eine Entscheidung anstehen. Offene Fragen werden noch mit der Zentrale von Bien-Zenker geklärt, und wenn dann alles stimmt, steht der Vertragsunterzeichnung nicht mehr im Wege. Erzählt uns doch, wie es bei euch abläuft. Wir freuen uns auf eure Erzählungen.

Wann ein Bautagebuch beginnt – Fertighausplanung

Ich habe einige Nachrichten von euch bekommen, in denen ihr uns gefragt habt, wann wenn das Bautagebuch endlich beginnt. Eigentlich dachte ich, dass die Antwort auf der Hand liegt und euch klar ist: Das Bautagebuch schon längst begonnen. Gerade der Planungsprozess ist beim Kauf und Bau eines Fertighauses doch das zentrale. Der eigentliche Hausbau ist dann ja in kürzester Zeit erledigt und das Haus ist fertig.

An wen sich unser Bautagebuch richtet

Unser Blog soll sich ja auch an Leute richten, die sich überlegen, ob sie überhaupt ein Fertighaus bauen wollen oder sich doch eher für ein Massivhaus entscheiden. Und dazu muss man für sich vorab einige Fragen klären, und wenn man sich dann für ein Fertighaus entschieden hat, beginnt die Suche auf ein Neues und viele Faktoren müssen geklärt werden. Bei welchem Hersteller möchte ich bauen, wie groß soll das Haus werden, will ich einen Keller oder reicht mir die Bodenplatte, wieviel Budget habe ich zur Verfügung und wie sind die bisherigen Erfahrungen mit Fertighausherstellern? Alles wichtige Fragen mit denen wir uns vorab beschäftigt haben. Da es zu Bien-Zenker bisher noch nicht so viele Erfahrungsberichte gab, haben wir uns entschieden unsere Erfahrungen zu teilen und diese in einem Bautagebuch festzuhalten. So können alle Schritt für Schritt mitverfolgen, wie sich der Hauskauf- und Bauprozess hinstreckt und welche Stellschrauben bewegt werden müssen.

Da unser Baugebiet noch nicht erschlossen ist, wird sich das Ganze auch noch etwas hinziehen. Wir rechnen grob mit einem Einzugstermin in 2019 und haben bis dahin Zeit, unser Haus zu planen und die Finanzierung aufzustellen. Von Baugebiet bis Fertighaus und Finanzierungen stellen wir hier alle wichtigen Entscheidungspunkte dar und erstellen somit ein Bautagebuch, dass vielleicht etwas früher ansetzt als andere Häuslebauer, aber dafür die Planung sehr ernst nimmt und einen echten Einblick bietet. Das Ganze lebt natürlich vom Austausch und so freuen wir uns, wenn ihr von unseren Erfahrungen profitiert, aber freuen uns noch mehr, wenn ihr uns eure Erfahrungen mit Bien-Zenker oder anderen Fertighausherstellern mitteilt.

Das erste Fertighaus geplant von Bien-Zenker

Letzte Woche war es so weit und wir sind um eine Erfahrung mit Bien-Zenker reicher – das erste individuell für uns geplante Haus. Noch kurz vor den Osterfeiertagen hatte uns Frau B. in einer Email darüber informiert, dass ein erster Planungsentwurf des Fertighauses fertig sei und wir uns bezüglich eines Termins bei ihr melden sollten. Dieser war schnell gefunden und letzten Mittwoch trafen wir uns im Bien-Zenker Büro mit Frau B.

Ich hatte ihr vorab neben dem Concept-M Günzburg noch zwei andere Häuser (das Conecpt-M Stuttgart und das Fantastic 165 V7) per Mail zukommen lassen und nochmals darauf hingewiesen was und bei einem Fertighaus wichtig ist auch in puncto Finanzierung (Energieeffizienz etc.). Am wichtigsten war uns das leicht ausgelagerte Wohnzimmer mit angeschlossener offener Küche. Das hat die Häuser besonders gemacht.

Jetzt kann geplant werden.

Abgleich mit der Planung von Bien-Zenker – Auf einmal Celebration

Wo kommt denn nun auf einmal die Hauslinie Celebration her? Dachten wir zuerst, als wir die Grundrisse der Planung sahen. Schnell wurde uns jedoch klar, was Frau B. getan hatte. Sie hatte versucht unsere Vorstellungen auf das andere Hauskonzept zu übertragen. Zunächst war die Stimmung etwas gedämpft. Der herausrückende Kubus und vom Haus klar abgesetzte Teil, war nicht enthalten. Unser wichtigstes Desgin Element fehlte. Wie ging es auch bei der Hausplanung? Seid ihr nicht auch irgendwo gestartet und musst dann immer mehr Abstriche machen? Leider ist das wohl die Realität. Bei jeder Art von Kubus, der klar abgesetzt ist und vom Haus absteht, muss man mit immensen Mehrkosten rechnen. Fundament, Fenster, Erker-Erweiterung, etc.. Wir wurden hier desillusioniert und müssen wohl akzeptieren, dass wir uns von unserem (bisherigem) Traumhaus etwas verabschieden müssen. Es sei denn wir gewinnen morgen im Lotto uns haben mehr Budget zur Verfügung.

Tschüss Traum – Hallo Realität der Häuslebauer

Wie gesagt, ich denke es wird vielen von euch so gegangen sein. Doch ein bisschen traurig hat uns das schon gestimmt. Und auch die allgemeine Wut auf Auseinanderklaffen zwischen Werbewelt und Realität ist ein bisschen vorhanden. Ja, wir wissen auch, dass die Häuser in den Katalogen immer top ausgestattet sind und Bien-Zenker weiß sich zu präsentieren. Aber trotzdem sollte man doch davon ausgehen können, dass man sich die abgebildeten Häuser auch ansatzweise so leisten kann, wie sie dastehen. Dem ist nicht so!

Celebration Hauslinie lässt Raum für eigene Wünsche

Frau B. hatte jedoch auch beim Celebration ein Übereck-Erker eingeplant, der mit Round-About 30.000€ nicht derart hohe Kosten verursacht und trotzdem unsere Wünsche berücksichtigt. Insofern ist die erste Enttäuschung schnell verflogen gewesen und je länger das Gespräch dauerte, desto mehr hatten wir uns in das Haus verliebt. Unter im EG (Keller brauchen wir nicht) haben wir einen großen Wohness-Bereich mit Zugang zur Terrasse. Außerdem ein Büro, eine Speisekammer, Gäste-WC und der Technikraum. Im Oberschoss dann drei Schlafzimmer (Eltern + 2 Kinder) sowie für uns ein großes Ensuite Bad und ein kleineres Bad für die Kinder.

Der Grundriss passt also. Nun müssen wir im zweiten Schritt die Details klären. Wie große sollen die Fenster sein. An welcher Stelle sollen noch Fenster hinzukommen. Dafür werden wir uns Zeit lassen. Nun warten wir auch erst einmal auf die Bepreisung des Plans durch Bien-Zenker. Dann wissen wir, wo wir genau preislich liegen und können entsprechend planen.

Auch in Sachen Finanzierung bin ich durch einen Newsletter der Interhyp auf ein Förderprogramm der L-Bank aufmerksam geworden. Aber dazu schreibe ich euch in den nächsten Tagen einen gesonderten Blog-Beitrag. Euch allen noch einen schönen Sonntag.

3 Gründe für Preisunterschiede beim Fertighaus

Wie lange habt ihr gebraucht, um einen finalen Preis für euer Fertighaus zu erhalten? Es ist auf jeden Fall nicht so einfach die Preise zu vergleichen, denn die Leistungen der Hersteller sind nicht 1:1 vergleichbar und vermeintliche Kleinigkeiten machen oftmals den Unterschied. Ich möchte euch in der heutigen Aufstellung einige Beispiele dafür geben, wie sich der Preis für Häuser der gleichen Quadratmeterfläche unterscheiden kann.

Herstellungskosten eines Fertighauses – In- oder Ausland

Es gibt immer mehr Fertighaushersteller, die aus dem Ausland kommen und auf dem deutschen Markt Fuß fassen möchten. Die Niedrigzinspolitik der EZB (hier der Beitrag, mit welcher Zinsentwicklung wir rechnen) hat dazu geführt, dass Bauen hoch im Kurs steht. Hier liegt bereits der erste große Unterschied. Wenn das Fertighaus im Ausland montiert wird, sind die Lohnkosten dort oft wesentlich günstiger. Auch die Rohstoffe sind im Ausland teilweise günstiger. Doch Achtung – ich würde hier lieber zweimal hinschauen. Woher stammt das Holz, dass für die Ständerbauweise verwendet wird? Wenn hier bereits falsche Materialien verwendet werden, kann dies den Hausherren später teuer zu stehen kommen. Fragt euren Hersteller doch einfach, wo er fertigt und woher die Materialien sind.

Gestaltungsfreiraum bei der Architektur vom Fertighaus

Ein weiterer Kostenpunkt bei der Errichtung von Fertighäusern stellt die Planung dar. Hier gilt die Faustregel: Je weniger Individualwünsche desto günstiger das Haus. Im Klartext: Nimmst du ein Haus von der Stange, kannst du sparen aber musst dich mit dem zufriedengeben, was du bekommst. Einige Fertighaushersteller bieten eine gewisse Anzahl an Häusern an. Der Grundriss ist fix und muss eingehalten werden. Extrawünsche bei der Zimmeraufteilung kosten extra und sind mit einem Aufpreis verbunden oder gar nicht erst möglich. Hier kommt es auf die Präferenzen von euch an. Wenn euch die Aufteilung eines Hauses zusagt oder ihr kompromissbereit seid, könnt ihr hier Geld sparen.

Unterschiedliche Ausbaustufe ergibt größte Preisunterschiede

Wenn ihr die Angebote der Hersteller vergleicht, solltet ihr unbedingt auf die Ausbaustufe achten, die euch angeboten wird. Denn sie machten den größten Unterschied aus. Bekommt ihr nur die Gebäudehülle und kümmert euch um die Installationen selbst, ist es am billigsten. Wählt ihr die Ausbaustufe ZAF (=Zum Ausbau fertig) sind es im Wesentlichen die Böden, Wände und Sanitärinstallationen, um die ihr euch noch kümmern müsst. Entscheidet man sich jedoch für das bekannte „Schlüsselfertig“, ist alles fertig und man kann direkt einziehen. Dafür bezahlt man natürlich auch am meisten. Hier noch ein Blog-Beitrag zur Ausbaustufe. Alleine die Ausbaustufe kann einen Unterschied v. 100.000-200.000€ ausmachen. Deshalb immer nochmals nachfragen oder genau im Angebot nachlesen.

Am Ende muss man sich entscheiden. Oft ist es ein Abwägeprozess zwischen Kosten, Preisen und Qualität des Fertighauses. Dabei muss jeder für sich selbst entscheiden, was ihm am wichtigsten ist. Für steht Qualität „Made in Germany“ im Vordergrund und Erfahrung, die sich durch lange Marktpräsenz zeigt, die wichtigsten Faktoren. Daher haben wir uns für Bien-Zenker entschieden.

Unser Traumhaus von Bien-Zenker: Designhighlight Concept M Günzburg

Ad hock hat uns das Musterhaus Günzburg aus der Concept M Serie sofort angesprochen (Ihr seht es hier im Header). Warum war das wohl so? Natürlich haben wir uns viel über unsere Wünsche und Vorstellungen von unserem Traumhaus unterhalten und bei diesem Haus kommen viele Punkte zusammen. Dieses Haus verfügt über sehr große Fensterfronten, was sich relativ schnell rauskristallisierte, dass dies unser Traumhaus definitiv haben muss. Wir lieben es nicht abgeschottet zu sein und an der Natur, auch wenn wir drinnen sind, teil zu haben. Auch der Wohnkörper der sozusagen aus dem „Haupthaus“ absteht, ist uns sofort ins Auge gesprungen und fanden wir architektonisch sehr interessant.

Interessante Extras die sich von anderen Häusern abheben

Das Atrium in der Mitte des Hauses ist natürlich für die Helligkeit im Haus ausschlaggebend und definitiv ein Blickfang. Ob das jedoch nicht zu viel Raum wegnimmt und rein finanziell nicht zu kostspielig ist, bleibt fraglich. Im Musterhaus ist von Bien Zenker ist auch ein Aufzug geplant: komfortabel, aber auf diesen könnten wir definitiv verzichten. Wir sind ja noch jung und Treppen laufen ist ja gesund 🙂 Unser Traumhaus sollte zudem ein Satteldach besitzen; wir finden das sieht wohnlicher und mehr nach einem Familienhaus aus als beispielsweise ein Pultdach. Außerdem sind im Haus die Räume großzügig gestaltet denn: kleine Räume sind nichts für uns. Wie ja schon im letzten Artikel beschrieben sind wir große Freunde von Kochen, Wohnen und Essen in einem Raum.

Zusammen als Paar auf einen Nenner kommen

Ich weiß nicht wie es bei euch war aber wir hatten das große Glück, dass wir uns relativ schnell einig waren. Klar haben wir uns immer mal wieder über Eigenheime unterhalten aber in die Details ging es erst als wir uns die verschiedenen Häuser auf der Seite von Bien Zenker angeschaut haben. Wir sind weiterhin gespannt welchen Entwurf uns Frau B. beim nächsten Termin präsentiert und schwelgen bis dahin noch ein bisschen in Gedanken. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!

Die Küche für unser Fertighaus – Der erste Besuch beim Küchenplaner

Wir lieben es in der Küche zu sein. Für uns ist die Küche in einer Wohnung oder einem Haus die Schaltzentrale und eigentlich immer der gemütlichste Ort eines Hauses. Ok, auf dem Sofa ist es gemütlich. Am Esstisch isst man gemeinsam. Aber in der Küche: Hier ist Leben. Man kocht für seine Gäste und gibt sein Herzblut in diesen Moment. Bei einem Glas Rotwein erzählt man sich lustige Geschichten oder schwelgt in Erinnerungen über alte Zeiten. Aus diesem Grund ist die Küche in unserem Fertighaus einer der wichtigsten Orte.

 Offene oder separate Küche? Das ist hier die Frage

Die erste Frage vorab: Will man einen abgetrennten Raum für die Küche, wie es früher normal war? Das würde für uns nicht in Frage komme. Zu sehr lieben wir unsere offene Küche in unserer jetzigen Wohnung. Man ist einfach noch im Geschehen dabei und kann an Abenden, an denen Freunde da sind und es etwas später wird schon mal die Spülmaschine einräumen und bekommt trotzdem noch alles mit. Das einzige Manko: Die Gerüche. Wir haben zwar eine Dunstabzugshaube, aber wie in einer Mietswohnung so üblich handelt es sich dabei eher um die Sparvariante als um eine wirklich leistungsfähige Abzugshaube, die die Gerüche absorbiert. Daher kommt dieser Punkt in unsere Top-3 Liste.

Die Top-3 für unsere Küche im neuen Haus

  • Eine offene Küche mit guter Dunstabzugshaube. Offen ja, aber bitte ohne Gerüche. Daher nehmen wir hier lieber etwas Geld in die Hand und müssen dafür nach dem Anbraten eines Steaks nicht lange lüften und mit Febreze im Haus umhersprühen.
  • Küchenblock als Schaltzentrale des Haus

Wir wollen einen großen Küchenblock, an dem gekocht wird und den man sich aber auch setzen kann und zu zweit frühstücken kann. Diese Aufteilung bietet und viele Freiräume, die uns wichtig sind

  • Arbeitsplatte aus Stein / Granit

Ein Wunsch, der aktuell noch in der Top-3 steht. Je nachdem, wie sich unser Budget und die Finanzierung entwickelt, müssen wir hier vielleicht Abstriche machen. Stein oder Granit Arbeitsplatten verleihen einer Küche einfach eine gewisse Wertigkeit und man braucht keine Untersetzer. Sowohl von der Haptik als auch vom Aussehen, kann man das nach unserer Auffassung kaum mehr toppen.

Idee von der Anordnung

Der erste Besuch beim Küchenplaner

Gestern Mittag hatten wir ein bisschen Leerlauf und unsere Tochter Madita ist zuhause manchmal etwas quengelig.  Wenn wir mit ihr rausgehen und etwas unternehmen, ist sie ruhig und so haben wir uns entschlossen das nahe gelegene Küchenstudio von Küchen Grimm zu besuchen. Es ist sehr groß und bietet eine breite Auswahl. Da auch mit unserem Haus von Bien-Zenker noch nicht alles unter Dach und Fach ist, wollten wir einfach ein bisschen schlendern. Das hat auch sehr gut funktioniert. Ein sehr freundlicher Berater war auch gleich zur Stelle und konnte uns die Info geben, dass eine Steinarbeitsplatte, so wie wir sie möchte, etwas 3500€-5000€ kosten würde. Aus aktueller Perspektive noch ok, mal sehen wie es am Ende ist. Wir haben ein, zwei Küchen gesehen, die uns gefallen. Da aber noch etwas Zeit ins Land ziehen wird, bis wir in Sachen Haus weiterkommen. Hat es wenig Sinn ergeben, sich jetzt genauer beraten zu lassen. Vorher muss der Grundriss stehen und der Vertrag mit Bien-Zenker unterschrieben sein.

Zinsentwicklung bei der Baufinanzierung – Damit rechnen wir

Wer ein Haus baut, muss sich intensiv mit dem Thema Zinsen und Finanzierung auseinandersetzen. Das gilt für das Massivhaus genauso wie für das Fertighaus. Der Finanzierungsaufwand unterscheidet sich bei beiden Häusern meist nur wenig und so muss man als erstes die Frage klären, wieviel Haus man sich leisten kann. In diesem Blog-Artikel hatte ich bereits darüber geschrieben. Neben der Frage des monatlichen Einkommens, spielt das aktuelle Zinsniveau eine ganz wesentliche Rolle.

Wer entscheidet über das Zinsniveau? Die EZB

Ich weiß, beim Thema Finanzen steigen viele aus und akzeptieren die Finanzwelt einfach als solche. Doch so schwer ist es nicht, wenn man sich ein bisschen damit befasst. Im Wesentlichen entscheiden nicht die Banken über das Zinsniveau, sondern die Politik. Um genau zu sein die EZB. Ok, sie ist von der Politik abgekoppelt und nicht direkt weisungsgebunden, defacto richtet sie ihre Geldpolitik aber an der Wirtschaftspolitik eines Staates oder eben der EU aus. Und so fährt die Europäische Zentralbank seit mehreren Jahren einen Kurs, der auf niedrigen Zinsen beruht. Für die Geschäftsbanken bedeutet das, dass sie sich bei der EZB sehr billig Geld leihen können und diese zu einem entsprechend guten Zinssatz an ihre Kunden weiterreichen. Dadurch kam es zu den niedrigen Bauzinsen der vergangenen Jahre.

Die EZB orientiert sich meistens an der FED in Amerika

Doch, wenn die EZB nun entscheidet, wie das Zinsniveau ist, woher weiß ich dann, wie sich die Zinsen entwickeln werden? Um das genau vorauszusagen, müsste man in die Zukunft schauen können. Da das niemand kann, bedient man sich anderer Mittel. So wird von der amerikanischen Zentralbank der FED erwartet, dass sie auf die expansive Wirtschaftspolitik Trumps mit einer Anhebung des Leitzinses reagiert. Teilweise hat sie das auch schon getan. Je nachdem, wie sich die Lage im Land verändert, wird sie das noch weiter tun. Und oftmals ist es so, dass die EZB diese Zinssteigerung übernimmt und man daher auch in Europa und Deutschland von steigenden Zinsen ausgehen kann. Auch diese Entwicklung in Ansätzen bereits zu beobachten. Ob sich dies so durchsetzt, bleibt abzuwarten. Doch selbst wenn die Zinsen steigen, sollte man sich nicht verrückt machen lassen. Ein sprunghafter Zinsanstieg ist nicht zu erwarten und beim Thema Baufinanzierung sollte man bedacht an die Planung gehen und sich nicht von kurzfristigen Schwankungen leiten lassen.

Warum wir unsere Erfahrungen mit Bien-Zenker teilen

Heute möchte euch erklären, warum wir dieses Bautagebuch erstellt haben und wir unsere Erfahrungen mit dem Fertighaushersteller Bien-Zenker teilen. Es gibt mehrere Gründe doch zwei besonders gewichtige stechen heraus:

Wir teilen unsere Erfahrungen
  • Ein Bautagebuch nutzt auch dem Hausbauer – Die Chronik der Entstehung

Für uns stellt der Hausbau das größte Projekt des Lebens dar. Man verschuldet sich auf mehrere Jahrzehnte, legt sich fest, wo man sein Leben verbringen möchte und geht ein großes Risiko ein. Ich kenne keine andere Entscheidung, die derart weitreichende Folgen hat, wie die des Hausbaus. Darüber hatte ich ja auch schon zu Beginn berichtet. Auf jeden Fall ist der Blog unser ganz persönliches Bautagebuch. Wir öffnen zwar die Türen der Erfahrung für die Leserinnen und Leser des Blogs. Aber schon vor dem erstem Posting hat meine Frau gesagt: „Irgendwie toll, so können wir selbst in einigen Jahren noch ganz genau nachlesen, wie das damals alles abgelaufen ist.“ Und dieser Satz bringt es für mich eigentlich auf den Punkt. Auch wir profitieren so sehr von diesem Blog. Man ordnet seine Gedanken nochmals und kann die wichtigsten Entscheidungen nochmals Revue passieren lassen.

  • Erfahrungsaustausch zum Haus als Win-Win Situation

Als Kind der (Ende) 80er bin ich schon mit dem Computer und Internet groß geworden. So ist es für mich nicht ungewöhnlich im Internet nach Erfahrungsberichten zu suchen. Produktbeschreibungen der Hersteller sind für mich mehr oder weniger wertlos (abgesehen von den technischen Details). Vielmehr vertraue ich anderen Verbrauchern und Konsumenten, wenn sie über ihre Erfahrungen berichten. Nun ist es in der Realität ja meistens so, dass nur über negative Erfahrungen berichtet wird. Ich finde es wichtig diesen Bann zu brechen. Es muss auch über die positiven Erfahrungen berichtet werden und um ein möglichst umfassenden Bild zu zeichnen, lassen wir euch von Anfang an den Planungen unseres Hausbaus teilhaben. So kann sich jeder selbst ein Bild von unseren Schilderungen zum Thema Fertighaus machen. Wem es was nützt, bin ich gerne behilflich. Wer nur bereits bekannte Informationen liest, kann die Beiträge gerne mit seinem Wissen kommentieren und somit auch die anderen Leser an seinem Wissen teilhaben lassen.