Die Sache mit der Grunderwerbsteuer – 20.000 € sparen?

Ein Hausbau bringt hohe Kosten mit sich. Sei es Massiv- oder Fertighaus, Grunderwerbsteuer muss man in beiden Fällen bezahlen. Die wesentliche Frage ist jedoch, wieviel Grunderwerbsteuer man bezahlen muss. Ich möchte nun nicht genau auf die Steuersätze in den einzelnen Bundesländern eingehen. Seitdem dies Sache der Länder ist, wurden sie in fast jedem Bundesland erhöht und bei uns in Baden-Württemberg liegen sie aktuell bei 5%. Kaufe ich eine Bestandimmobilie, muss ich an den Staat also 5% Grunderwerbssteuer entrichten. Doch wie stellt sich das Ganze dar, wenn ich baue?

Grundstück und Fertighaus von einem Anbieter

Ich möchte in zwei Fälle unterscheiden: Kauft man das Grundstück quasi über den Anbieter des Fertighauses, ist die Rechtslage klar. Dann muss ich sowohl für das Grundstück als auch für das Fertighaus Grunderwerbsteuer entrichten. Selbst wenn der Grundstückseigentümer nicht identisch mit dem Fertighausherstellen ist, geht das Finanzamt oft von einem einheitlichen Vertragswerk aus und man muss die volle Grunderwerbsteuer entrichten. Ich habe gerade mit unserem hiesigen Finanzamt und der dort zuständigen Grundstückswertstelle telefoniert. Die wesentliche Frage ist also, ob ich vom Grundstücksverkäufer verpflichtet werde, mit einem bestimmten Fertighaushersteller zu bauen? Ist dies der Fall, so liegt ein einheitliches Vertragswerk vor.

Grundstückskauf und Wahl des Herstellers für das Fertighaus getrennt

Kaufe ich das Grundstück zuerst und bin in meiner Wahl für einen Fertighaushersteller frei, so handelt es sich um zwei rechtlich unterschiedliche Geschäfte, zwischen denen kein Zusammenhang besteht. In diesem Fall muss ich die Grunderwerbsteuer nur für das Grundstück und nicht für das Fertighaus bezahlen. So lassen sich schnell 20.000 € und mehr einsparen. Es lohnt sich als genauer hinzuschauen und auch mit dem Verkäufer des Grundstücks nochmal ins Gespräch zu gehen, ob denn eine rechtlich bindende Vereinbarung besteht oder nicht. Dazu bin ich bei unserem Hausbauprojekt noch in Klärung mit der Wohnungsbaugenossenschaft Ökogeno. Sobald ich hier mehr weiß, trage ich die hier nach.

Das erste konkrete Preisangebot für unser Bien-Zenker Fertighaus

Gestern war es soweit: Die Zahlen kamen auf den Tisch und wir erhielten den genauen Preis für unser Fertighaus von Bien-Zenker. Ehrlich gesagt konnten wir es kaum erwarten genaue Zahlen von Frau B. zu erhalten. Daher hatte ich sie am Montag bereits angerufen und nach dem aktuellen Stand gefragt. Frau B. hatte die Planung an die Bien-Zenker Zentrale nach Schlüchtern gegeben, wo die Kalkulation der Häuser vorgenommen wird. Diese kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen und so mussten wir uns seit unserem letzten Termin etwas gedulden. Das war für uns aber gar nicht schlecht, denn so kann man nochmals hin und her überlegen. Ist das Fertighaus wirklich die richtige und für uns passende Lösung? Bekommen wir das mit der Finanzierung hin oder übernehmen wir uns vielleicht doch?

Termin bei uns zu Hause – Gut für unsere Kleine

Was ich sehr positiv fand war, dass Frau B. zu uns nach Hause gekommen ist. Madita konnte so schlafen und wir konnten in Ruhe die Zahlen besprechen. Zwar wurde die Kleine schnell wach, doch zu Hause kann man sie dann doch einfach besser beschäftigen und muss sich nicht darum sorgen, dass sie an Schränke geht, an die sie eigentlich nicht soll.

Endlich bekommen wir einen Preis für unser Fertighaus.

Zur Sache Schätzchen – Klare Kalkulation

Wir hatten bereits bei den ersten Terminen erste Zahlen von Frau B. genannt bekommen. Nun wurde es konkreter und nun gab es Zahlen konkret für unser Haus. Dabei wurden Sonderwünsche von uns berücksichtigt. Von den Fenstern (bei uns wurden in der Kalkulation Rollläden berücksichtigt. Ich habe im Internet oft gelesen, dass diese rausgelassen wurden) bis hin zum Übereck-Erker oder dem zusätzlichen Kinderbad im Obergeschoss war alles geplant und bepreist. Jeder Posten wurde uns erläutert. Das hat mir sehr gut gefallen. Hätten wir uns für ein Ausbauhaus entschieden, wären wir bei 170.000 € rausgekommen. Als Grundlage zur Planung diente das Celebration 150 und wurde dann nach unseren Vorstellungen angepasst. Da für uns jedoch klar ist, dass wir kein Ausbauhaus wollen, ging es gleich weiter und Frau Busch erläuterte die Posten, die zur nächsten Ausbaustufe gehörte – Zum Ausbau Fertig (ZAF). Dies ist für uns die wahrscheinlichste Variante. Wir können dann mit lokalen Handwerken den Innenausbau verhandeln und Eigenleistung erbringen. Wir haben uns schon überlegt, evtl. selbst zu verspachteln und Böden zu verlegen. So können wir unser Eigenkapital aufbessern, was für die Finanzierung wichtig sein wird.

Nachträgliche Änderung mindern den Kaufpreis

Wir haben die letzten Wochen schwer mit der Entscheidung getragen, ob ein Bauvorhaben mit einem Volumen v. Gesamt 500 t€ wirklich das Richtige für uns ist. Schwankend haben wir an manchen Tagen eher dagegen und zwei Tage später wieder dazu tendiert. Es ist viel Geld und eine Entscheidung, die das ganze Leben beeinflusst. Daher hatten meine Frau und ich bereits überlegt, wie sich Geld einsparen ließe. Folgende Punkte haben wir uns dazu überlegt:

  • Rolläden benutzen wir in unserer aktuellen Wohnung kaum, daher würden wir diese nur in den Schlafzimmern gebrauchen. Nach Rücksprache mit Frau B. mögliches Einsparpotenzial: 5.000 € +
  • Fenster: Wo wollen / brauchen wir welche Fenster. In der Speisekammer keines aber dafür zwei Dachfenster, die das Obergeschoss lichtdurchfluten.
  • Drittes Kinderzimmer vs. Kinderbad: Die wichtigste Frage (noch immer nicht entschieden) – wollen wir ein drittes Kinderzimmer oder doch lieber das Kinderbad? Hier ließe sich auf jeden Fall nochmals 7.000-10.000 €sparen.

All diese Punkte konnten wir ausführlich ansprechen und Frau B. passte die Planung vor Ort an. So konnten die neuen Posten im Planungsprogramm direkt visualisiert werde und wir hatten eine Vorstellung davon. Je nachdem wieviel man hier ändert, mindert dies den Kaufpreis oder erhöht ihn. Wir rechnen damit, dass eine leichte Reduzierung aus den Änderungen erzielt werden kann.

Nach Info von Frau B. sind Änderungen auch nach Vertragsschluss ohne Probleme möglich. Das war uns sehr wichtig, denn oft verändern sich die Vorstellungen noch und man hat noch Ideen, die man verwirklichen möchte.

Sondernachlässe und Aktionen von Bien-Zenker

Natürlich soll jeder potenzielle Kunde geködert werden. Das funktioniert (ich weiß es noch vom Studium) am Effektivsten über die Preisschraube. Kein Marketing ist erfolgreicher als das Preismarketing. Also wurden uns attraktive Aktionen wie z.B. die Wohlfühlheizung, die es derzeit quasi als kostenloses Upgrade hinzugibt, gezeigt. Das Beste: Auf die Bauteile würde man momentan 19% bekommen und von der Endsumme würde auch noch 2-4% abgezogen werden. Aber das alles nur mit einer Gültigkeit bis Ende Mai. Wenn ihr mich fragt, wird es immer Aktionen geben, von denen man profitiert. Mal variieren diese und lassen größere Rabatte zu. Doch von der Angst einen Rabatt zu verpassen, sollte man sich nicht leiten lassen. Schließlich ist es eine wichtige Entscheidung

Wie es im Bautagebuch nun weitergeht

Jetzt warten wir auf eine Nachricht v. Frau B. die einige offene Punkte beinhaltet. Auch die Kalkulation erhalten wir dann nochmal schwarz auf weiß und dann wird eine Entscheidung anstehen. Offene Fragen werden noch mit der Zentrale von Bien-Zenker geklärt, und wenn dann alles stimmt, steht der Vertragsunterzeichnung nicht mehr im Wege. Erzählt uns doch, wie es bei euch abläuft. Wir freuen uns auf eure Erzählungen.

3 Gründe für Preisunterschiede beim Fertighaus

Wie lange habt ihr gebraucht, um einen finalen Preis für euer Fertighaus zu erhalten? Es ist auf jeden Fall nicht so einfach die Preise zu vergleichen, denn die Leistungen der Hersteller sind nicht 1:1 vergleichbar und vermeintliche Kleinigkeiten machen oftmals den Unterschied. Ich möchte euch in der heutigen Aufstellung einige Beispiele dafür geben, wie sich der Preis für Häuser der gleichen Quadratmeterfläche unterscheiden kann.

Herstellungskosten eines Fertighauses – In- oder Ausland

Es gibt immer mehr Fertighaushersteller, die aus dem Ausland kommen und auf dem deutschen Markt Fuß fassen möchten. Die Niedrigzinspolitik der EZB (hier der Beitrag, mit welcher Zinsentwicklung wir rechnen) hat dazu geführt, dass Bauen hoch im Kurs steht. Hier liegt bereits der erste große Unterschied. Wenn das Fertighaus im Ausland montiert wird, sind die Lohnkosten dort oft wesentlich günstiger. Auch die Rohstoffe sind im Ausland teilweise günstiger. Doch Achtung – ich würde hier lieber zweimal hinschauen. Woher stammt das Holz, dass für die Ständerbauweise verwendet wird? Wenn hier bereits falsche Materialien verwendet werden, kann dies den Hausherren später teuer zu stehen kommen. Fragt euren Hersteller doch einfach, wo er fertigt und woher die Materialien sind.

Gestaltungsfreiraum bei der Architektur vom Fertighaus

Ein weiterer Kostenpunkt bei der Errichtung von Fertighäusern stellt die Planung dar. Hier gilt die Faustregel: Je weniger Individualwünsche desto günstiger das Haus. Im Klartext: Nimmst du ein Haus von der Stange, kannst du sparen aber musst dich mit dem zufriedengeben, was du bekommst. Einige Fertighaushersteller bieten eine gewisse Anzahl an Häusern an. Der Grundriss ist fix und muss eingehalten werden. Extrawünsche bei der Zimmeraufteilung kosten extra und sind mit einem Aufpreis verbunden oder gar nicht erst möglich. Hier kommt es auf die Präferenzen von euch an. Wenn euch die Aufteilung eines Hauses zusagt oder ihr kompromissbereit seid, könnt ihr hier Geld sparen.

Unterschiedliche Ausbaustufe ergibt größte Preisunterschiede

Wenn ihr die Angebote der Hersteller vergleicht, solltet ihr unbedingt auf die Ausbaustufe achten, die euch angeboten wird. Denn sie machten den größten Unterschied aus. Bekommt ihr nur die Gebäudehülle und kümmert euch um die Installationen selbst, ist es am billigsten. Wählt ihr die Ausbaustufe ZAF (=Zum Ausbau fertig) sind es im Wesentlichen die Böden, Wände und Sanitärinstallationen, um die ihr euch noch kümmern müsst. Entscheidet man sich jedoch für das bekannte „Schlüsselfertig“, ist alles fertig und man kann direkt einziehen. Dafür bezahlt man natürlich auch am meisten. Hier noch ein Blog-Beitrag zur Ausbaustufe. Alleine die Ausbaustufe kann einen Unterschied v. 100.000-200.000€ ausmachen. Deshalb immer nochmals nachfragen oder genau im Angebot nachlesen.

Am Ende muss man sich entscheiden. Oft ist es ein Abwägeprozess zwischen Kosten, Preisen und Qualität des Fertighauses. Dabei muss jeder für sich selbst entscheiden, was ihm am wichtigsten ist. Für steht Qualität „Made in Germany“ im Vordergrund und Erfahrung, die sich durch lange Marktpräsenz zeigt, die wichtigsten Faktoren. Daher haben wir uns für Bien-Zenker entschieden.

Die Küche für unser Fertighaus – Der erste Besuch beim Küchenplaner

Wir lieben es in der Küche zu sein. Für uns ist die Küche in einer Wohnung oder einem Haus die Schaltzentrale und eigentlich immer der gemütlichste Ort eines Hauses. Ok, auf dem Sofa ist es gemütlich. Am Esstisch isst man gemeinsam. Aber in der Küche: Hier ist Leben. Man kocht für seine Gäste und gibt sein Herzblut in diesen Moment. Bei einem Glas Rotwein erzählt man sich lustige Geschichten oder schwelgt in Erinnerungen über alte Zeiten. Aus diesem Grund ist die Küche in unserem Fertighaus einer der wichtigsten Orte.

 Offene oder separate Küche? Das ist hier die Frage

Die erste Frage vorab: Will man einen abgetrennten Raum für die Küche, wie es früher normal war? Das würde für uns nicht in Frage komme. Zu sehr lieben wir unsere offene Küche in unserer jetzigen Wohnung. Man ist einfach noch im Geschehen dabei und kann an Abenden, an denen Freunde da sind und es etwas später wird schon mal die Spülmaschine einräumen und bekommt trotzdem noch alles mit. Das einzige Manko: Die Gerüche. Wir haben zwar eine Dunstabzugshaube, aber wie in einer Mietswohnung so üblich handelt es sich dabei eher um die Sparvariante als um eine wirklich leistungsfähige Abzugshaube, die die Gerüche absorbiert. Daher kommt dieser Punkt in unsere Top-3 Liste.

Die Top-3 für unsere Küche im neuen Haus

  • Eine offene Küche mit guter Dunstabzugshaube. Offen ja, aber bitte ohne Gerüche. Daher nehmen wir hier lieber etwas Geld in die Hand und müssen dafür nach dem Anbraten eines Steaks nicht lange lüften und mit Febreze im Haus umhersprühen.
  • Küchenblock als Schaltzentrale des Haus

Wir wollen einen großen Küchenblock, an dem gekocht wird und den man sich aber auch setzen kann und zu zweit frühstücken kann. Diese Aufteilung bietet und viele Freiräume, die uns wichtig sind

  • Arbeitsplatte aus Stein / Granit

Ein Wunsch, der aktuell noch in der Top-3 steht. Je nachdem, wie sich unser Budget und die Finanzierung entwickelt, müssen wir hier vielleicht Abstriche machen. Stein oder Granit Arbeitsplatten verleihen einer Küche einfach eine gewisse Wertigkeit und man braucht keine Untersetzer. Sowohl von der Haptik als auch vom Aussehen, kann man das nach unserer Auffassung kaum mehr toppen.

Idee von der Anordnung

Der erste Besuch beim Küchenplaner

Gestern Mittag hatten wir ein bisschen Leerlauf und unsere Tochter Madita ist zuhause manchmal etwas quengelig.  Wenn wir mit ihr rausgehen und etwas unternehmen, ist sie ruhig und so haben wir uns entschlossen das nahe gelegene Küchenstudio von Küchen Grimm zu besuchen. Es ist sehr groß und bietet eine breite Auswahl. Da auch mit unserem Haus von Bien-Zenker noch nicht alles unter Dach und Fach ist, wollten wir einfach ein bisschen schlendern. Das hat auch sehr gut funktioniert. Ein sehr freundlicher Berater war auch gleich zur Stelle und konnte uns die Info geben, dass eine Steinarbeitsplatte, so wie wir sie möchte, etwas 3500€-5000€ kosten würde. Aus aktueller Perspektive noch ok, mal sehen wie es am Ende ist. Wir haben ein, zwei Küchen gesehen, die uns gefallen. Da aber noch etwas Zeit ins Land ziehen wird, bis wir in Sachen Haus weiterkommen. Hat es wenig Sinn ergeben, sich jetzt genauer beraten zu lassen. Vorher muss der Grundriss stehen und der Vertrag mit Bien-Zenker unterschrieben sein.

Sind die Fertighäuser von Bien-Zenker kinderfreundlich?

Da ich, seit wir eine Tochter haben, alles durch die „Mama Brille“ sehe werde ich mich heute diesem Thema annehmen.

Für Madita muss alles stimmen

In meinem letzten Blogeintrag habe ich ja schon beschrieben und verlinkt welche Häuser von Bien Zenker uns besonders gut gefallen. Überrascht waren wir, dass wir soviele Gestaltungsmöglichkeiten haben. Frau B. meinte in dem Beratungsgespräch, dass es auch möglich wäre beispielsweise den Wohnzimmerbereich durch eine Wand und Tür abzutrennen, so dass v.a. Teenager einen Rückzugsort haben wenn die „Erwachsenen“ mal einen Abend unter sich haben wollen. Für uns kommt das jedoch nicht in Frage: wir lieben die offenen Variante von Koch- Wohn – und Essbereich… da müssen unsere Kinder dann eben durch. Doch wir waren froh und dankbar für den Hinweis und haben gemerkt: Hier denkt jemand mit und bringt seinen eigenen Erfahrungsschatz mit ein.

Wieviele Kinderzimmer dürfen es denn bitte sein?

Da wir mit der Kinderplanung noch nicht fertig sind besteht natürlich die Frage wieviele Kinderzimmer wir in dem neuen Haus haben wollen. In der Regel haben die meisten Häuser von Bien Zenker 2 Kinderzimmer eingeplant. Hier sind der Fantasie jedoch keine Grenzen gesetzt: die Größen und Anzahl der Kinderzimmer sind variabel und können im Beratungsgespräch geäußert werden. Dabei ist das Budget natürlich wieder ausschlaggebend. Wir hatten uns jetzt mal auf 2 Kinderzimmer festgelegt und sind schon gespannt auf unseren persönlichen Entwurf.

Soweit der Status-Quo – mal sehen was am Ende rauskommt

Wie ihr seht, liest sich der Blog-Beitrag fast wie ein Werbegespräch mit Bien Zenker. Doch bisher wurden wir was die Kinderfreundlichkeit anbelangt nicht enttäuscht und haben die Häuser mit der entsprechenden Größe, sodass ausreichend Kinderzimmer Platz finden, ausgewählt. Spannend wird am Ende die Frage, wie sich unsere Wünsche nach einem weiteren Kinderzimmer preislich und auch in Bezug auf den Platz bemerkbar machen. Ob wir hier auf einen gemeinsamen Nenner kommen bleibt abzuwarten. Wir halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

Zinsentwicklung bei der Baufinanzierung – Damit rechnen wir

Wer ein Haus baut, muss sich intensiv mit dem Thema Zinsen und Finanzierung auseinandersetzen. Das gilt für das Massivhaus genauso wie für das Fertighaus. Der Finanzierungsaufwand unterscheidet sich bei beiden Häusern meist nur wenig und so muss man als erstes die Frage klären, wieviel Haus man sich leisten kann. In diesem Blog-Artikel hatte ich bereits darüber geschrieben. Neben der Frage des monatlichen Einkommens, spielt das aktuelle Zinsniveau eine ganz wesentliche Rolle.

Wer entscheidet über das Zinsniveau? Die EZB

Ich weiß, beim Thema Finanzen steigen viele aus und akzeptieren die Finanzwelt einfach als solche. Doch so schwer ist es nicht, wenn man sich ein bisschen damit befasst. Im Wesentlichen entscheiden nicht die Banken über das Zinsniveau, sondern die Politik. Um genau zu sein die EZB. Ok, sie ist von der Politik abgekoppelt und nicht direkt weisungsgebunden, defacto richtet sie ihre Geldpolitik aber an der Wirtschaftspolitik eines Staates oder eben der EU aus. Und so fährt die Europäische Zentralbank seit mehreren Jahren einen Kurs, der auf niedrigen Zinsen beruht. Für die Geschäftsbanken bedeutet das, dass sie sich bei der EZB sehr billig Geld leihen können und diese zu einem entsprechend guten Zinssatz an ihre Kunden weiterreichen. Dadurch kam es zu den niedrigen Bauzinsen der vergangenen Jahre.

Die EZB orientiert sich meistens an der FED in Amerika

Doch, wenn die EZB nun entscheidet, wie das Zinsniveau ist, woher weiß ich dann, wie sich die Zinsen entwickeln werden? Um das genau vorauszusagen, müsste man in die Zukunft schauen können. Da das niemand kann, bedient man sich anderer Mittel. So wird von der amerikanischen Zentralbank der FED erwartet, dass sie auf die expansive Wirtschaftspolitik Trumps mit einer Anhebung des Leitzinses reagiert. Teilweise hat sie das auch schon getan. Je nachdem, wie sich die Lage im Land verändert, wird sie das noch weiter tun. Und oftmals ist es so, dass die EZB diese Zinssteigerung übernimmt und man daher auch in Europa und Deutschland von steigenden Zinsen ausgehen kann. Auch diese Entwicklung in Ansätzen bereits zu beobachten. Ob sich dies so durchsetzt, bleibt abzuwarten. Doch selbst wenn die Zinsen steigen, sollte man sich nicht verrückt machen lassen. Ein sprunghafter Zinsanstieg ist nicht zu erwarten und beim Thema Baufinanzierung sollte man bedacht an die Planung gehen und sich nicht von kurzfristigen Schwankungen leiten lassen.

Warum wir unsere Erfahrungen mit Bien-Zenker teilen

Heute möchte euch erklären, warum wir dieses Bautagebuch erstellt haben und wir unsere Erfahrungen mit dem Fertighaushersteller Bien-Zenker teilen. Es gibt mehrere Gründe doch zwei besonders gewichtige stechen heraus:

Wir teilen unsere Erfahrungen
  • Ein Bautagebuch nutzt auch dem Hausbauer – Die Chronik der Entstehung

Für uns stellt der Hausbau das größte Projekt des Lebens dar. Man verschuldet sich auf mehrere Jahrzehnte, legt sich fest, wo man sein Leben verbringen möchte und geht ein großes Risiko ein. Ich kenne keine andere Entscheidung, die derart weitreichende Folgen hat, wie die des Hausbaus. Darüber hatte ich ja auch schon zu Beginn berichtet. Auf jeden Fall ist der Blog unser ganz persönliches Bautagebuch. Wir öffnen zwar die Türen der Erfahrung für die Leserinnen und Leser des Blogs. Aber schon vor dem erstem Posting hat meine Frau gesagt: „Irgendwie toll, so können wir selbst in einigen Jahren noch ganz genau nachlesen, wie das damals alles abgelaufen ist.“ Und dieser Satz bringt es für mich eigentlich auf den Punkt. Auch wir profitieren so sehr von diesem Blog. Man ordnet seine Gedanken nochmals und kann die wichtigsten Entscheidungen nochmals Revue passieren lassen.

  • Erfahrungsaustausch zum Haus als Win-Win Situation

Als Kind der (Ende) 80er bin ich schon mit dem Computer und Internet groß geworden. So ist es für mich nicht ungewöhnlich im Internet nach Erfahrungsberichten zu suchen. Produktbeschreibungen der Hersteller sind für mich mehr oder weniger wertlos (abgesehen von den technischen Details). Vielmehr vertraue ich anderen Verbrauchern und Konsumenten, wenn sie über ihre Erfahrungen berichten. Nun ist es in der Realität ja meistens so, dass nur über negative Erfahrungen berichtet wird. Ich finde es wichtig diesen Bann zu brechen. Es muss auch über die positiven Erfahrungen berichtet werden und um ein möglichst umfassenden Bild zu zeichnen, lassen wir euch von Anfang an den Planungen unseres Hausbaus teilhaben. So kann sich jeder selbst ein Bild von unseren Schilderungen zum Thema Fertighaus machen. Wem es was nützt, bin ich gerne behilflich. Wer nur bereits bekannte Informationen liest, kann die Beiträge gerne mit seinem Wissen kommentieren und somit auch die anderen Leser an seinem Wissen teilhaben lassen.

Felis Bautagebuch Teil 1: Unsere Besprechung bei Bien Zenker

Nachdem bisher mein Mann bisher das Geschehen kommentiert hat und den Anfang in unserem Bien-Zenker Bautagebuch (ja, ich weiß wir stehen noch ganz am Anfang und sind vom Bauen weit entfernt) gemacht, möchte ich heute auch mal mit dem Bloggen starten. Schließlich ist unser Hausbau ein Gemeinschaftsprojekt, vielleicht das Projekt unseres Lebens. Und weil Männer und Frauen ja doch immer unterschiedlich ticken, gibt es verschiedene Perspektiven und ich möchte euch den Planungs- und Bauzeit aus der Frauen- und Mamaperspektive schildern. Wie läuft so ein Fertighausbau bei Bien-Zenker mit Kind ab? Wie freundlich sind die Berater zu den Kindern und gibt es No-Gos? Ich starte heute einfach mal mit dem gleichem Thema wie gestern. Die erste Besprechung bei Bien-Zenker aus meiner Perspektive.

Los gehts mit dem Bautagebuch aus der Perspektive der Ehefrau und Mama

Freundlicher Empfang und Raum für Fragen

Schon seit Tagen haben wir uns drauf gefreut – unsere erste Besprechung mit Frau B. von Bien Zenker stand an. Wir wurden sehr nett in ihrem Büro empfangen und sie nahm sich wirklich viel Zeit für uns. Wichtige Fragen wann der Baubeginn sein kann oder was es alles für Gestaltungsmöglichkeiten und Variationen bei den Häusern von Bien Zenker gibt wurden besprochen. Da mein Mann ja noch im Referandariat ist und erst ab September Beamter sein wird, war uns wichtig, dass wir noch Zeit bekommen für die Planung der  Finanzierung. Kein Problem – denn der Baubeginn, so wurde uns versichert, kann eh erst nach der Erschließung beginnen und die zieht sich leider noch hin. Ende 2018 / Anfang 2019 sollte jedoch der späteste Termin sein.

Gestaltungsmöglichkeiten unser Fertighaus

Die ersten 20 Minuten ging es vor allem um Finanzierungsmöglichkeiten – da war Madita noch gut drauf. Leider wurde es für sie zunehmends langweilig und von daher musste die kleine Räuberin beschäftigt werden und ich lief mit ihr durch die Büroräume von Bien Zenker. Trotzdem konnte ich immer wieder mitlauschen 🙂 Im Laufe des Gesprächs kamen wir dann auf meine brennenden Fragen zu sprechen: welche Häuser gefallen uns und welche Gestaltungsmöglichkeiten sind geboten. Frau B. meinte wir können verschiedene Elemente mischen – ob Dach, Zimmeraufteilung (die Frage war ob wir 2 oder 3 Kinderzimmer wollen) und natürlich auch die Ausrichtung des Hauses. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und es ist wirklich vieles möglich – wir sind positiv überrascht!

 

Der Termin bei Bien-Zenker – Die Eckdaten zum Fertighaus

Heute war es soweit. Nach zwei langen Wochen, die wir auf einen Termin warten mussten (es war noch eine Immobilienmesse), trafen wir heute das erste Mal die Beraterin von Bien-Zenker (Frau B.) persönlich, um in Sachen Planung für unser Fertighaus konkreter zu werden. Wir hatten Sie schon am Wochenende an der Immo-Messe getroffen und wir waren uns auf Anhieb sympathisch. Der positive erste Eindruck zog sich also weiter fort.

Erst einmal ein netter Plausch und Hintergründe

Als wir in das Büro kamen – alles war neu und noch nicht vollständig eingerichtet, trotzdem sehr hell und freundlich – ging es NICHT sofort mit den Planungen los. Zuerst, so hatten wir das Gefühl, ging es darum uns nochmals genauer kennen zu lernen. Wir kommen hier vom Ort und kennen im zukünftigen Baugebiet die Nachbarn. Momentan gibt es noch einige Planungsprobleme mit Abwasserleitungen und an den Stellen, wo es hackte, konnten wir nochmals nachfragen und hatten gleich einen persönlichen Bezug. Wir dachten, dass Frau B. sofort mit Plänen auf uns zukommt und sagt, was alles für Zusatzkosten auf uns zukommen würden.

Unser Fragenkatalog an Bien-Zenker wurde abgearbeitet

Wir hatten uns natürlich vorbereitet. Jedenfalls so gut es ging. Die wichtigsten Fragen hatten wir uns notiert:

  • Wann ist Baubeginn bzw. wie lange dauert es im Worst-Case?
  • Wie hoch sind die Baunebenkosten und wie setzen sie sich genau zusammen?
  • Welche Ausbaustufe wurde uns im ersten Angebot unterbreitet?
  • Welche Nebenkosten sind außerdem zu erwarten?
  • Wie sind die Zahlungsmodalitäten?
  • Wann müssen wir was unterschreiben?
  • Wie ist der weitere Ablauf (Planung, Bau, Abnahme)

Während des Gesprächs konnten alle Fragen umfassend geklärt werden. Auf die meisten Themen ging Frau B. von sich aus ein und ich musste sie gar nicht ansprechen. Nun werden die obigen Fragen bei jedem Baugebiet unterschiedlich sein, weshalb es wenig Sinn ergeben würde, konkreter darauf einzugehen (z.B. Bauzeit). Vielleicht soviel: Die Baunebenkosten belaufen sich auf etwa 30.000-40.000€. Darin ist jedoch bereits ein Puffer eingerechnet.

Erst am Ende ging es um das Wesentliche: Unser Fertighaus von Bien-Zenker

Ich hatte euch in einem vorherigen Post ja bereits geschrieben, dass wir uns bereits in ein Haus verliebt hatten. Das Concept-M Günzburg. Die Basis-Variante liegt hier allerdings schon bei 310.000€ und das ohne den, im Prospekt natürlich besonders in Szene gesetzten, Glas-Kubus / Anbau mit großen Wohn- und Essbereich. Dieser würde nochmals ordentlich zu Buche schlagen. Dennoch haben wir Frau B. gebeten uns diesen nochmals zu kalkulieren. Doch sie machte uns schnell klar, dass man diese Wünsche auch mit einer anderen Hauslinie verwirklich könne und so kamen wir auf die Hauslinie Fantastic 165 V2 und V7. Hierzu haben wir die wichtigsten Fakten abgesprochen.

Jetzt geht es los mit den Planung für unser Fertighaus.

Zimmeraufteilung für unser Fertighaus

Wir wollten auf jeden Fall im Erdgeschoss einen großen Wohn- und Essbereich mit offener Küche. Da wir ohne Keller bauen möchten, muss Platz für ein Technikraum gelassen werden. Außerdem ein Büro sowie ein Gäste-WC mit Dusche, sodass Gäste dieses nutzen könnten. Im Obergeschoss ging es weiter: Elternschlafzimmer, nach Wunsch mit Ensuite Bad und begehbaren Kleiderschrank (hier könnte ihr euch meine Frau vorstellen). Außerdem ein Duschbad für die Kinder (ok bisher erst eine Tochter) und dann: 3 Kinderzimmer. Ihr habt richtig gehört. Wir wollen vorgesorgt haben, denn die Kinderplanung ist noch offen und im Zweifelsfall haben wir lieber ein Gästezimmer übrig.

Traumhaus oder Fertighaus – Ist das hier die Frage?

Keiner unserer Wünsche wurde von Beginn an als unmöglich „deklariert“, jedoch ist uns bewusst, dass das alles natürlich eine Budget-Frage ist. Was können wir uns leisten? Nur für das Fertighaus bleiben ca. 300.000€. Wir sind nun erstmal gespannt, was Frau B. mit diesem Budget plant und welche unsere Wünsche berücksichtigt werden und welche nicht. Sie hat uns um zwei Wochen Planungszeit gebeten, die wir ihr natürlich einräumen möchten.

Wir halten euch auf dem laufenden. Kommentiert diesen Beitrag und erzählt uns von euren Erfahrungen.

Unser Baugebiet – so wird unsere Nachbarschaft

Hier erstmal ein Link zu einer Grafik der Architekten zu unserem Baugebiet und ein kurzer Artikel von der lokalen Zeitung (Südkurier). Als erstes war uns wichtig, dass unser Baugebiet nicht zu weit weg von unserem aktuellen Wohnort ist. Wir fühlen uns hier in der Region sehr wohl und sind hier auch verwurzelt. Wir wussten von Anfang an, dass die Preise hier in Tiengen teurer sind, als in den dörflicheren Strukturen im Umland. Aber die höheren Preise haben wir nach einem längeren Abwägeprozess in Kauf genommen. Wie wir zu unserem Bauplatz gekommen sind, erfahrt ihr in diesem Blogartikel.

Eigentümer – Genossenschaft Ökogeno

Unser 1,5 ha großes Baugebiet gehört der Freiburger Wohnungsbaugenossenschaft Ökogeno. Diese hat das gesamte Areal erworben und wird mehrere Mehrfamilienhäuser auf dem Gelände errichten. Teilweise werden die Wohnungen als Eigentumswohnungen verkauft, auch um „dringend benötigten Wohnraum in Waldshut-Tiengen“ zu schaffen. Andere Mehrfamilienhäuser bleiben in Besitz der Genossenschaft und werden als Mietwohnungen vermietet. Wie ihr am Namen schon erkennen könnt, handelt es sich bei der Genossenschaft um ein „grünes“ Unternehmen, das bereits den bekannten Freiburger (fast autofreien) Stadtteil Vauban gestaltet hat. Umweltfreundliche Bebauung ist der Genossenschaft sehr wichtig. Wahrscheinlich auch aus diesem Grund wurde Bien-Zenker als Fertighaushersteller mit der Vermarktung der Einfamilienhäuser beauftragt, da sich dieser mit den Energiesparhäusern eine umweltschonende Bauweise auf die Fahne geschrieben hat. Jedenfalls geht dies so aus der Projektbeschreibung von Ökogeno hervor.

Ein lebendiges und vielseitiges Baugebiet

Durch die unterschiedliche Bebauung und Bereitstellung unterschiedlicher Wohnkonzepte wird eine Durchmischung der Quartiersbewohner möglich. Ich weiß nicht wie es euch geht aber ich finde das toll. Nichts langweiliger als eine spießige Reihenhaussiedlung, in der sich jeder seinen Gartenzaun 2m hochzieht und mit Scheuklappen durch die Gegend läuft. Unsere Gesellschaft lebt doch vom Austausch und miteinander. Gerade beim Thema Hausbau merke ich immer wieder wie toll es ist Unterstützung zu erfahren. Sei es von der Familie oder von Freunden. Und wo beginnen die Freundschaften? In der Nachbarschaft. Insofern finde ich die Vielseitigkeit, die in unserem Baugebiet entsteht sehr toll. Das wirkt sich doch auch unmittelbar auf die Lebensqualität später aus.

Ob und inwiefern das Wohnkonzept der Genossenschaft am Ende wirklich umgesetzt werden kann, nämlich ein Wohnquartier zu errichten, „in dem Menschen mit und ohne Handicap, Alt und Jung, Singles, Paare und Familien gemeinsam wohnen, sich nach ihren Möglichkeiten in die Gemeinschaft einbringen und nachbarschaftlich unterstützen.“, bleibt offen. Vielleicht scheitert es am Ende ja auch einfach am Preis?

Wie sind eure Erfahrungen beim Baugebiet? Ich bin gespannt, was ihr berichtet.