3 Gründe für Preisunterschiede beim Fertighaus

Wie lange habt ihr gebraucht, um einen finalen Preis für euer Fertighaus zu erhalten? Es ist auf jeden Fall nicht so einfach die Preise zu vergleichen, denn die Leistungen der Hersteller sind nicht 1:1 vergleichbar und vermeintliche Kleinigkeiten machen oftmals den Unterschied. Ich möchte euch in der heutigen Aufstellung einige Beispiele dafür geben, wie sich der Preis für Häuser der gleichen Quadratmeterfläche unterscheiden kann.

Herstellungskosten eines Fertighauses – In- oder Ausland

Es gibt immer mehr Fertighaushersteller, die aus dem Ausland kommen und auf dem deutschen Markt Fuß fassen möchten. Die Niedrigzinspolitik der EZB (hier der Beitrag, mit welcher Zinsentwicklung wir rechnen) hat dazu geführt, dass Bauen hoch im Kurs steht. Hier liegt bereits der erste große Unterschied. Wenn das Fertighaus im Ausland montiert wird, sind die Lohnkosten dort oft wesentlich günstiger. Auch die Rohstoffe sind im Ausland teilweise günstiger. Doch Achtung – ich würde hier lieber zweimal hinschauen. Woher stammt das Holz, dass für die Ständerbauweise verwendet wird? Wenn hier bereits falsche Materialien verwendet werden, kann dies den Hausherren später teuer zu stehen kommen. Fragt euren Hersteller doch einfach, wo er fertigt und woher die Materialien sind.

Gestaltungsfreiraum bei der Architektur vom Fertighaus

Ein weiterer Kostenpunkt bei der Errichtung von Fertighäusern stellt die Planung dar. Hier gilt die Faustregel: Je weniger Individualwünsche desto günstiger das Haus. Im Klartext: Nimmst du ein Haus von der Stange, kannst du sparen aber musst dich mit dem zufriedengeben, was du bekommst. Einige Fertighaushersteller bieten eine gewisse Anzahl an Häusern an. Der Grundriss ist fix und muss eingehalten werden. Extrawünsche bei der Zimmeraufteilung kosten extra und sind mit einem Aufpreis verbunden oder gar nicht erst möglich. Hier kommt es auf die Präferenzen von euch an. Wenn euch die Aufteilung eines Hauses zusagt oder ihr kompromissbereit seid, könnt ihr hier Geld sparen.

Unterschiedliche Ausbaustufe ergibt größte Preisunterschiede

Wenn ihr die Angebote der Hersteller vergleicht, solltet ihr unbedingt auf die Ausbaustufe achten, die euch angeboten wird. Denn sie machten den größten Unterschied aus. Bekommt ihr nur die Gebäudehülle und kümmert euch um die Installationen selbst, ist es am billigsten. Wählt ihr die Ausbaustufe ZAF (=Zum Ausbau fertig) sind es im Wesentlichen die Böden, Wände und Sanitärinstallationen, um die ihr euch noch kümmern müsst. Entscheidet man sich jedoch für das bekannte „Schlüsselfertig“, ist alles fertig und man kann direkt einziehen. Dafür bezahlt man natürlich auch am meisten. Hier noch ein Blog-Beitrag zur Ausbaustufe. Alleine die Ausbaustufe kann einen Unterschied v. 100.000-200.000€ ausmachen. Deshalb immer nochmals nachfragen oder genau im Angebot nachlesen.

Am Ende muss man sich entscheiden. Oft ist es ein Abwägeprozess zwischen Kosten, Preisen und Qualität des Fertighauses. Dabei muss jeder für sich selbst entscheiden, was ihm am wichtigsten ist. Für steht Qualität „Made in Germany“ im Vordergrund und Erfahrung, die sich durch lange Marktpräsenz zeigt, die wichtigsten Faktoren. Daher haben wir uns für Bien-Zenker entschieden.

Der Schock: Der erste Preis von Bien-Zenker

Wenn man auf der Suche nach dem passenden Fertighaus ist, spielt der Preis meistens eine tragende Rolle. Neben den Kosten für den Bauplatz sind das schließlich die Hauptkosten, die während des Bauprozesses anfallen (doch Achtung – Baunebenkosten nicht vergessen, diese machen gut und gerne nochmals 40.000€ aus).

Ich hatte euch ja bereits berichtet, dass wir durch den Bauplatz auf Bien-Zenker festgelegt waren und daher nicht mit anderen Fertighausherstellern in Kontakt getreten waren.

Homepage von Bien-Zenker – vielseitig aber ohne Preisangaben

So wie man es heute eben macht, haben wir uns auf der Homepage von Bien-Zenker umgesehen. Mittlerweile kennen wir die Seite sehr gut und das Navigieren stellt kein Problem mehr da. Ihr werdet es sicher auch merken, wenn ihr auch auf einen Hersteller / ein Haus festgelegt habt, könnt ihr gar nicht genug Ansichten von eurem zukünftigen zu Hause bekommen. Die Vielfalt bei Bien-Zenker überforderte uns fast. Über verschiedene Filterfunktionen konnte man sich eine Auswahl anzeigen lassen. Darunter auch der Preis des Hauses. Einziges Problem dabei. Die Hauspreise sind auf der Bien-Zenker Seite auch wirklich nur über diese Vorauswahl ersichtlich und lassen gerade bei den teureren Häusern viele Fragen offen. Geht man über einige andere Fertighaus-Baukasten Systeme, erhält man für die Bien-Zenker-Häuser auch Preise. Doch Achtung – die Preise beziehen sich immer auf die Ausbaustufe ZAB – zum Ausbau bereit. Wer es schlüsselfertig möchte, muss nochmal etwas drauflegen.

Unser Traumhaus Concept-M Günzburg ohne Preis

So sehr ich die verschiedenen Seiten auch durchsuchte. Ich konnte keinen Preis für unser Traumhaus finden. Ich dachte mir schon, dass es mit seiner „Design“-Linie zu den teureren Preisen zählt, aber wieviel genau es kosten sollte, blieb und bisher verborgen. Aus diesem Grund schrieb ich die Dame von Bien-Zenker, mit der ich bezüglich des Bauplatzes bereits Kontakt hatte nochmals an und bat sich um eine Preisangabe, sodass wir uns hier orientieren konnten.

Der erste Gesamtpreis von Bien-Zenker – ein kleiner Schock

Wir hatten grob alles einmal überschlagen:

  • Grundstück: 130.000 €
  • Bodenplatte: 15.000€
  • Baunebenkosten: 30.000€
  • Fertighaus:???

Unser Anfangsbudget umfasste nach erster Onlinerecherche, zum Beispiel bei der Interhyp (Budgetrechner) ca. 400.000€ also dachte ich, dass wir mit einem Fertighaus von ca. 225.000 € etwas ordentliches Hinbekommen würden. Doch die Antwort der Bien-Zenker Beraterin ließ nicht lange auf sich warten. Darin dieser für uns zentrale Satz:

Bei den Grundstücken AKB benötigen Sie ein Gesamtspielraum von ca. 500.000 € .

Puh – 500.000€ das ist eine ganz schöne Hausnummer. Das Fertighaus würde ohne Extras auf ca. 310.000€ kommen.

Das war sehr direkt von Bien-Zenker. Vielleicht im ersten Moment zu direkt. Doch nach einem Spaziergang mit meiner Frau waren wir uns einig: Wir möchten das realisieren und das ist es uns auch wert. Ich tüffelte über das Wochenende ein wenig am Haushaltsplan und versucht – dort wo es ging – zu optimieren. Das Ziel: 2.000€ monatliche Annuität – dann würden wir den Gesamtspielraum erreichen.

Ich muss im Nachhinein sagen, dass ich wirklich froh über die direkte Aussage von der Dame von Bien-Zenker bin. Ich hatte im Internet bereits von einigen Beratern gelesen, die mit der Gesamtsumme gerne hinter dem Berg halten (O-Ton meine Frau: „Typisch Verläufer mäßig eben.“). Und das stimmt. Hier wurde gleich mit offenen Karten gespielt und das empfinden wir als sehr positiv. Wir sind nun gespannt, wie es beim ersten Treffen wirklich abläuft und ob es am Ende des Tages wirklich bei diesem „Gesamtspielraum“ bleibt.