Unser Bauplatz – wie teuer darf es werden

Das Thema Bauplatz war eigentlich der Startpunkt für unser Bauvorhaben. Ich weiß nicht genau, wie ihr es gemacht habt. Aber meine Frau und ich sind in den letzten Jahren schon immer mit offenen Augen durch die Region gefahren und haben ab und an mal auf den Seiten der Gemeinden und Bauämter nachgesehen, was sich in Sachen Bauland bei uns in der Region tut. Die gängigen Immobilienportale haben bei uns leider wenig hergegeben. Hier hatte ich euch ja bereits beschrieben, dass Bauland bei uns sehr knapp ist. Vieles geht unter der Hand weg und wen man niemanden kennt, wird es schwierig. Nun war es so, dass meine Frau bereits vor unserer Ehe (diese Zeiten hat es wirklich gegeben) in einer Single Wohnung gewohnt hat. Und

diese befand sich in einer ruhigen Ecke der Stadt, nahe dem Fluss. Und als ich sie damals kennen lernte und wir bei ihr auf der Terrasse saßen, dachten wir uns schon damals: Hier zu bauen, das wäre doch fein. Irgendwo wurde die freie Wiese hinter dem Haus, in dem meine Frau wohnte, tatsächlich zum Bauland. Zu dieser Zeit, mittlerweile fast 4 Jahre her, hatten wir weder das Budget, noch die Vorstellung von einem Haus hier „Am Kalten Bach“.

Hochzeit – Berufswechsel – Nachwuchs – und nun?

Nun sind vier Jahre vergangen. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan. Wir haben geheiratet, sind in eine schöne Galerie-Wohnung (im selben Ort, 1000€ Miete) gezogen. 2016 kam unsere Tochter Madita auf die Welt und auch seit 2016 absolviere ich mein Referendariat und werde ab September wieder voll (voll nur bezogen auf das Einkommen, denn mit den Referendariatsbezügen kann man wirklich keine großen Sprünge machen) in das Berufsleben einsteigen.

Somit haben sich einige Vorzeichen geändert und mit dem Nachwuchs wächst der Wunsch auf ein Eigenheim. Wieso weiter die Miete bezahlen, wenn man denselben Betrag auch für einen Kredit verwenden könnte und später Hauseigentümer ist? Weitere Infos dazu in der Rubrik Finanzen / Finanzierung.

Die Kosten für den Bauplatz von Bien-Zenker

Nicht ganz unser Baugebiet – aber ganz in der Nähe. So schön haben wir es hier.

Nun kenne ich die Region, in der ihr lebt nicht genau. Die Kosten für Bauplätze schwanken innerhalb Deutschlands ja extrem. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Bauland liegt in Deutschland bei 130 € / qm. Nun bringt mit der Durchschnittspreis nicht viel, wenn ich in München, Stuttgart oder Köln wohne.  Hier liegen die Preise locker bei 600-800 €/qm (bitte korrigiert mich, wenn ihr andere Erfahrungen gemacht habt). Wird es wiederum sehr ländlich, kann der Preis auch zwischen 40-100€ /qm liegen. Man muss sich eben immer wie Frage stellen, was man möchte. Die Bauplätze, die ich von Bien-Zenker angeboten bekommen habe, liegen alle bei 295€/qm. Von einer Freundin, die bereits vor zwei Jahren das Projekt kannte und sich schon damals für einen dortigen Bauplatz entschieden hat, weiß ich, dass sie anfangs bei 265€/qm lagen. Durch teurere Erschließungskosten ist der Preis hier jedoch nochmals gestiegen. Die Bauplätze schwanken in ihrer Größe zwischen 410-655 qm. In blanken Kaufpreiszahlen heißt das: 120.000€-190.000€ muss man für einen Bauplatz berappen. Das ist viel Holz und auch wir haben hin und her überlegt, ob es uns das am Ende des Tages wert ist. Am Ende haben wir uns dafür entschieden.

Unser Wunschbauplatz: Nr. 6 – 430 qm – 127.000 €

Also wollen wir es wagen. Wir möchten einen dieser (teuren) Bauplätze haben. Drei Bauplätze waren bereits vergeben und zwei weitere vorgemerkt. Es blieben noch 6 Bauplätze zu Auswahl. Was war uns wichtig? Wir wollten einen Eckbauplatz, der möglichst rechteckig ist. Es gab einen sehr länglichen Bauplatz und einige weitere Bauplätze zwischen den anderen. Von der Größe her unterschieden sich diese nur wenig und so fiel unsere Wahl am Ende auf Bauplatz Nr. 6. Ein 430 qm großer Eckbauplatz. Fun-Fact dazu – sollte alles klappen, würde die Freundin die zukünftige Nachbarin werden, sie hatten bereits Bauplatz Nr. 7 (direkt daneben) erworben. Aber dies hat bei unserer Entscheidungsfindung keinen Ausschlag gegeben. Dafür war und ist und diese Entscheidung zu wichtig. Hier ein Link zur Wohnungsbaugesellschaft, die einen Bauplan online hat. Wir haben das Grundstück links Unterhalb von Grundstück D (Blau eingefärbt, darin das Grundstück rechts oben) Bei der Auswahl des Bauplatzes war uns auch wichtig, dass wir in der Wahl für ein Bien-Zenker Fertighaus nicht eingeschränkt werden. Also sprach ich die Bien-Zenker Beraterin darauf an. Sie konnte mich beruhigen und sagte, dass sie bei den Bauplätzen die volle Gestaltungsfreiheit hätten. Sowohl in Sachen Größe, müsse man sich lediglich an die geltenden Bauvorschriften (z.B. Mindestabstand zum Nachbargrundstück) halten. Ansonsten könne man ein- oder zweigeschossig bauen und jede Art von Dachaufbau (Flach-, Sattel- oder Pultdach) wählen. Teilweise gibt es bei den Baugebieten hier strengere Auflagen und die Häuser müssen einheitlich gebaut werden.

Ob es am Ende nun wirklich Bauplatz Nr. 6 wird, erfahrt ihr in den nächsten Monaten. Wir halten euch auf jeden Fall up-to-date und freuen uns bis dahin auf eure Erfahrungen mit Bien-Zenker oder anderen Fertighausherstellern.

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